Infos zu aktuellen Einreisebeschränkungen

Je weiter sich das Coronavirus in Deutschland ausbreitet, um so mehr Einschränkungen müssen deutsche Geschäftsreisende und Urlauber in anderen Reisezielen erwarten. Einige Länder haben Quarantänemaßnahmen verhängt, andere lassen Deutsche gar nicht mehr herein. Ein Überblick:

Benin: Reisende, die aus einem vom COVID-19 betroffenen Gebiet, z.B. aus Deutschland, Italien oder Frankreich in Benin ankommen oder in den letzten 14 Tagen vor Einreise entsprechende Regionen passiert haben, werden auch bei Nichtvorliegen von Symptomen zu einer 14-tägigen Quarantäne zu Hause bzw. im Hotel verpflichtet.

Bosnien und Herzegowina: Einreisende u.a. aus Deutschland unabhängig von der Staatsangehörigkeit werden unter 14-tägige häusliche Isolation bzw. Quarantäne gestellt. Diese Anordnung bezieht sich auf alle Einreisenden (Touristen, Besuchsreisen, offizielle Delegationen). Reisende, die sich zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Verfügung bereits in Bosnien und Herzegowina befinden, müssen bis zu ihrer geplanten Abreise in Quarantäne (im Hotel oder in der sonstigen Unterkunft) verbleiben. Bei Nichteinhaltung der vorgeschriebenen Maßnahmen muss mit strafrechtlichen Folgen gerechnet werden.

Bhutan: Das Land hat zunächst bis zum 20. März 2020 seine Grenzen für touristische Reisen von Ausländern geschlossen.

Burundi: Mit sofortiger Wirkung wurde eine verpflichtende 14-tägige Quarantäne für Einreisende aus Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und anderen besonders betroffenen Ländern verfügt.

China: Einreisende aus Risikogebieten werden zur Einhaltung einer 14-tägigen Quarantäne verpflichtet. Hierzu zählen Iran, Italien, Japan und Südkorea. Reisende aus Deutschland, Frankreich, Spanien, den USA und möglicherweise auch aus anderen Staaten werden oftmals ebenfalls einer 14-tägigen Quarantäne unterworfen, insbesondere bei Einreise nach Shanghai. Für Peking gilt ab 11. März 2020 eine 14-tägige Quarantänepflicht für Einreisende aus allen Ländern, also auch für Reisende aus Deutschland.

Grenada: Die Behörden haben entschieden, dass für Reisende aus Deutschland eine Einreisesperre gilt. Staatsangehörige von Grenada oder Inhaber einer dortigen Aufenthaltserlaubnis, die aus Deutschland einreisen, müssen in eine 14-tägige Quarantäne.

Hongkong: Ab Samstag 14. März um 00:00 Uhr OZ wird für alle Personen, die sich in den 14 Tagen vor der Einreise nach Hongkong in Nordrhein-Westfalen aufgehalten haben, eine 14-tägige Zwangsquarantäne in einem staatlichen Quarantänezentrum verhängt. Ausnahmen für Personen mit ständigem Wohnsitz in Hongkong oder Inhaber von Hongkonger Pässen gibt es nach derzeitigem Stand nicht.

Indien: Alle bis einschließlich 11. März.2020 ausgestellten (e-)Visa von deutschen Staatsangehörigen, die noch nicht nach Indien eingereist sind, sind ungültig. Visa von bereits nach Indien eingereisten Deutschen bleiben gültig. Die indischen Bundesstaaten Sikkim und Arunachal Pradesh haben die Ausgabe von „Inner Line Permits” an Ausländer gestoppt. In Nagaland ist die Einreise für Ausländer in den Distrikt Mon derzeit nicht möglich.

Israel: Die bestehenden Einreisebeschränkungen zur Eindämmung der Ausbreitung der Atemwegserkrankung COVID-19 u.a. für Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Österreich und die Schweiz werden ab dem 12. März 2020 um 20 Uhr auf alle ausländischen Reisende ausgeweitet. Reisende müssen sich dann direkt nach Einreise für 14 Tage in Heimquarantäne begeben. Die Einreise wird nur dann bei Vorlage einer Vorab-Zustimmung der israelischen Botschaft in Berlin oder des israelischen Generalkonsulats in München bzw. unter Vorlage aussagekräftiger Nachweise möglich, dass eine Heimquarantäne geleistet werden kann. Hotel- oder Apartmentbuchungen z.B. über Airbnb gelten nicht als ausreichender Nachweis.

Jamaika: Jamaika weitet auf zunächst unbestimmte Zeit die bereits für China, Südkorea, Singapur, Iran und Italien geltende Einreisesperre auch auf aus Deutschland, Frankreich und Spanien kommende Reisende aus. Ausschließliches Entscheidungskriterium für die Zurückweisung ist der Aufenthalt in einem (oder Transit durch eines) der genannten Länder innerhalb der letzten 14 Tage. Ob die Person bereits Symptome einer Erkrankung zeigt oder nicht, spielt für das Einreiseverbot keine Rolle.

Jordanien: Die jordanische Regierung hat eine Einreisesperre für Reisende u.a. aus Deutschland mit Wirkung ab 16. März 2020 beschlossen. Ausnahmen vom Einreiseverbot sollen u.a. für Mitarbeiter internationaler Organisationen, Investoren und Einwohner Jordaniens gelten. Für diesen Personenkreis sind noch zu spezifizierende Maßnahmen des Gesundheitsministeriums vorgesehen. Mit Quarantänemaßnahmen ist zu rechnen.

Kasachstan: Ab dem 12. März 2020 müssen Reisende aus Ländern, die besonders stark vom Corona-Virus betroffen sind, derzeit u.a. Deutschland, Italien, Frankreich, Süd-Korea und Iran, damit rechnen, dass ihnen die Einreise nach Kasachstan verweigert wird. Staatsangehörige dieser Staaten, die aus einem Drittland einreisen, müssen nachweisen können, dass sie sich innerhalb der letzten 30 Tage nicht in einem der betroffenen Länder aufgehalten haben. Reisende aus den betroffenen Ländern müssen auch mit Einschränkungen ihrer Bewegungsfreiheit zu Quarantänezwecken rechnen.

Liberia: Für nach Liberia Einreisende aus Deutschland ist u.a. eine obligatorische Quarantäne von 14 Tagen in der Regel im Precautionary Observation Centre ‚Star Base’ oder ggf. in einem anderen Beobachtungszentrum vorgesehen.

Macau: Reisende, die sich in den letzten 14 Tagen in Deutschland aufgehalten haben und nicht Einwohner Macaus sind, müssen sich einer 14-tägigen medizinischen Überwachung unterstellen, die auf eigene Kosten im Pousada Marina Infante Hotel in Taipa erfolgen muss.

Malawi: Aufgrund der weiter steigenden Zahlen der Infektionen mit COVID-19 wird Deutschland durch die malawischen Behörden neben China, Südkorea, Iran, Italien und Frankreich in die Kategorie der sog. „High Risk Countries” eingestuft. Diese Einstufung hat zur Folge, dass Einreisende aus Deutschland an den internationalen Flughäfen in Lilongwe und Blantyre zu einer Hausquarantäne verpflichtet werden, deren Einhaltung von malawischen Gesundheitsbehörden überprüft werden soll. Wie eine derartige Selbstquarantäne für Geschäftsreisende und Touristen umgesetzt werden wird, ist derzeit nicht geklärt.

Malediven: Mehrere Resort-Inseln dürfen aufgrund von Infektionsfällen vorübergehend weder betreten noch verlassen werden. Bekannt sind die Ressorts Kuredu, Sandies Bathala Island, Vilamendu und Kurumat. Bei Verdachtsfällen ist nicht auszuschließen, dass weitere Inseln vorübergehend abgeriegelt werden.

Malta: Nach den ersten bestätigten COVID-19- Fällen in der Republik Malta gilt u.a. für alle Reisenden aus Deutschland eine 14-tägige Quarantäne. Zudem werden zahlreiche Flüge von und nach Deutschland und anderen Ländern eingestellt. Auch Kreuzfahrtschiffe aus Italien, Spanien und Frankreich dürfen Malta nicht mehr anlaufen.

Mauritius: Mauritius unterzieht derzeit Reisende, die u.a. aus Deutschland einreisen, oder in den letzten 14 Tagen vor Einreise durch Deutschland gereist sind, bei Vorliegen von Symptomen wie Fieber, Husten oder Atemwegsbeschwerden einer verpflichtenden Quarantäne.

Marshall-Inseln: Mit Wirkung vom 8. März haben die Marshallinseln ein Einreiseverbot u.a. für Reisende aus Deutschland erlassen. Dies gilt auch für Reisende im Transit über Deutschland. Das Einreiseverbot gilt zunächst bis zum 22. März 2020.

Mongolei: Die weltweite Ausbreitung der Atemwegserkrankung COVID-19 hat in der Mongolei zur Aussetzung sämtlicher internationaler Flugverbindungen zunächst bis zum 28. März 2020 geführt. Auch eine Einreise auf dem Landwege ist derzeit nicht mehr möglich. Es besteht daher faktisch eine Ein- und Ausreisesperre. Über mögliche Ausnahmeregelungen ist noch nichts bekannt.

Nepal: Nach Mitteilung der Nepalesischen Einwanderungsbehörde erhalten deutsche Staatsangehörige kein Visum mehr bei der Einreise am Flughafen von Kathmandu. Visa müssen bei einer Nepalesischen Auslandsvertretung beantragt werden. Bei Einreise muss dann neben dem Visum eine ärztliche Bescheinigung vorgelegt werden, die das Test-Ergebnis „Covid-19 negativ” oder „fit to fly without symptoms of Covid-19″ bescheinigt. Nach bisher vorliegenden Informationen gilt diese Regelung für alle deutschen Staatsangehörigen, unabhängig von ihrem Herkunftsflughafen. Die Visumserteilung an den Grenzübergängen auf dem Landweg ist bis auf weiteres ausgesetzt.

Nordmazedonien: Nach einer laufend aktualisierten Liste des mazedonischen Gesundheitsministeriums zählt Deutschland derzeit zu den Ländern mit einem hohen Infektionsrisiko. Alle aus Deutschland eintreffenden Reisenden sind daher aufgefordert, eine 14-tägige Selbst-Quarantäne ab Einreise einzuhalten. Diese kann grundsätzlich privat, zuhause oder in einem Hotel erfolgen. Verstöße gegen diese Quarantänevorschrift können strafrechtliche Konsequenzen haben. Während der Quarantänezeit ist eine Ausreise aus Nordmazedonien nicht möglich.

Ruanda: Alle Reisenden aus Ländern mit Infektionsfällen, darunter Deutschland, die COVID-19 typische Symptome aufweisen, werden nach Einreise zur Durchführung eines Coronavirus-Tests isoliert. Unabhängig vom Ergebnis wird eine 14-tägige Quarantäne angeordnet. Reisende aus Deutschland ohne Symptome unterliegen 14 Tage einem täglichen Monitoring und ggf. weiterer präventiver Maßnahmen.

Russland: Einreisende nach Moskau, aus Gebieten, in denen Erkrankungsfälle festgestellt worden sind, darunter Deutschland, werden verpflichtet, sich für vierzehn Tage oder bei kürzerem Aufenthalt in Moskau für den jeweiligen kürzeren Zeitraum, in der Wohnung selbst zu isolieren. Diese Personen sollen nicht zur Arbeit gehen und den Aufenthalt im öffentlichen Raum vermeiden. Zudem sollen sie sich bei der Hotline der Stadt Moskau unter (+7 495 870 4509) melden und Kontaktdaten sowie Ort und Aufenthaltszeiten mitteilen. Verstöße können unter Umständen als Ordnungswidrigkeit oder Straftat geahndet werden. Zur praktischen Umsetzung liegen bislang keine Erkenntnisse vor.

Saudi-Arabien: Für Einreisende u.a. aus Deutschland wurde eine Einreisesperre erlassen. Die Ausreise aus Saudi-Arabien ist weiterhin möglich. Viele Direktflüge u.a. aus und nach Deutschland sind ausgesetzt.

Tschad: Reisende, die aus einem Land mit bestätigten COVID-19 Erkrankungsfall in den Tschad einreisen, müssen zwei Wochen in Quarantäne (Privatunterbringung). Dies gilt auch für deutsche Staatsangehörige.

Uganda: Bei Einreise aus China, Iran, Südkorea, Italien, Frankreich, Spanien und Deutschland und inzwischen auch der Schweiz, Großbritannien, den Niederlanden, Belgien, Schweden, Norwegen und den USA müssen sich Reisende in eine 14-tägige Selbst-Quarantäne (z.B. in einer Privatunterkunft oder im Hotelzimmer) begeben, auch wenn sie keine Symptome aufweisen. Die Nichtbefolgung führt zur zwangsweisen Einweisung in institutionelle Quarantäne auf eigene Kosten. Reisende mit Krankheitssymptomen müssen sich unmittelbar nach Einreise am Flughafen Entebbe in ein staatliches Krankenhaus begeben, wo sie getestet werden und bis zur Gesundung verbleiben.

USA: Durch Präsidialdekret, das am Freitag 13.03.2020 um 23.59 Uhr EDT (Ortszeit Washington DC) wirksam wird, tritt ein Einreiseverbot für Personen in Kraft, wenn sie sich innerhalb eines Zeitraums von 14 Tagen vor der Einreise in die USA in Deutschland oder einem anderen Land im Schengenraum aufgehalten haben. Ausgenommen sind US- Staatsbürger, Personen mit ständigem legalem Aufenthalt in den USA, Personen, die Ehegatte, Elternteil, Kind oder Geschwister unter 21 Jahren eines US-Staatsbürgers oder einer Person mit ständigem legalen Aufenthalt in den USA sind, oder nicht privilegierten Aufenthaltsstatus als Diplomat oder Mitarbeiter Internationaler Organisationen haben oder nicht einen anderen Ausnahmetatbestand unter dem Präsidialdekret erfüllen.

Vietnam: Die Visafreiheit für deutsche Staatsangehörige wurde ab 12. März 2020 vorübergehend ausgesetzt.

Zypern: Alle Reisenden aus Deutschland müssen sich nach Einreise in Zypern in eine 14-tägige Isolation entweder in ihrer eigenen Wohnung oder in von den zyprischen Behörden zugewiesenen Lokalitäten begeben. Sie sollen enge Kontakte vermeiden und ihre Bewegungen einschränken sowie ihren Gesundheitszustand beobachten und jegliche Symptome melden.

Quelle: Auswärtiges Amt, Stand: 12.03.2020

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