Belgien: Öffentliches Leben normalisiert sich schrittweise

Nach den Terroranschlägen vom 22. März auf den Brüsseler Flughafen und die U-Bahn-Station Maelbeek bleibt die Sicherheitslage in der belgischen Hauptstadt angespannt, das öffentliche Leben normalisiert sich jedoch schrittweise.

Am 24. März hatten die Behörden ihre Terrorwarnung von der höchsten Warnstufe vier auf die zweithöchste Stufe drei reduziert: Dies bedeutet, dass die Bedrohung durch einen Terroranschlag von den Behörden als “möglich und wahrscheinlich”, aber nicht mehr wie unmittelbar nach den Anschlägen als “ernstzunehmend und unmittelbar bevorstehend” eingestuft wird.

Der Fernzugverkehr über Brüssel funktioniert wieder in vollem Umfang, Einschränkungen gibt es weiterhin beim öffentlichen Nahverkehr, insbesondere bei der U-Bahn.

Aktuell noch geschlossen ist der internationale Flughafen von Brüssel. Termine für eine teilweise Wiedereröffnung wurden mehrmals verschoben. Es ist derzeit kein Zeitpunkt bekannt, an dem mit der Wiederaufnahme des Passagierbetriebs gerechnet werden kann.

In Reaktion auf die Anschläge hat das Auswärtige Amt seine aktuellen Hinweise zu Belgien fortlaufend überarbeitet. Im derzeit gültigen aktuellen Hinweis vom 30. März schreibt das Amt wörtlich:

„Am 22. März 2016 kam es am internationalen Flughafen Zaventem in Brüssel (BRU) zu einem terroristischen Anschlag. Der Flughafen ist weiterhin geschlossen.

Weitere Explosionen ereigneten sich am selben Tag in der U-Bahnstation Maelbeek in der Brüsseler Innenstadt. Der zunächst gesperrte öffentliche Nahverkehr hat seinen Betrieb weitgehend wieder aufgenommen. Busse und Straßenbahnen fahren wieder normal, die Metro verkehrt noch eingeschränkt.

Seit dem 24. März 2016 gilt für Belgien die Sicherheitsstufe drei von insgesamt vier.

Es ist mit folgenden Maßnahmen zu rechnen:
• Stichprobenkontrollen in den U-Bahnstationen und Bahnhöfen
• verstärkte Militärpräsenz an den Bahnhöfen
• Polizeipräsenz in den U-Bahnen und auf den Straßen
• Zugangskontrollen an den Flughäfen und Anwesenheit von Hundestaffeln zur Entdeckung von Sprengstoffen

Reisende in Brüssel werden dringend gebeten, sich in der Stadt nur mit erhöhter Aufmerksamkeit und Wachsamkeit zu bewegen, größere Menschenansammlungen zu meiden und Weisungen der belgischen Sicherheitskräfte unbedingt zu befolgen.“

Aktuell reisen keine Gäste von uns in Brüssel und in anderen Regionen von Belgien.
Die nächsten Gäste werden ab dem 5. Mai in der belgischen Hauptstadt eintreffen.

Wir gehen davon aus, dass wir alle auf unseren Brüssel- und Belgienreisen geplanten Besichtigungen ohne Einschränkungen durchführen können. Bei keiner unserer Programme sind Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln in Brüssel vorgesehen. Unsere Tagesprogramme stellen wir so um, dass wir in jedem Fall größere Menschenansammlungen meiden können.

Wir werden ab sofort alle Belgien-Gäste mit Abreise bis Ende Juni über die aktuellen Sicherheitsempfehlungen der Behörden informieren und ihnen nahelegen, auch in der programmfreien Zeit in Brüssel auf Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu verzichten.

Bei einigen Reisen nutzen wir auch Flugverbindungen über Brüssel.

Ab dem 1. April gibt es Einzelgäste, die auf Flugverbindungen über Brüssel gebucht sind. Je nach Dauer der Flughafenschließung werden wir Kontakt mit den betroffenen Gästen aufnehmen und sie auf alternative Flugverbindungen umbuchen.

Wir beobachten die weitere Lage-Entwicklung sehr aufmerksam: Im Falle einer plötzlich eintretenden erneuten Verschärfung der Sicherheitslage werden wir sehr kurzfristig prüfen, ob weitergehende Maßnahmen erforderlich sind.

Es besteht kein Recht auf kostenlose Umbuchung oder Stornierung unserer Belgienreisen.

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