Ryanair verweigert Passagierrechte

Trotz aller Service-Verbesserungen: Die von der EU verbrieften Fluggastrechte ignoriert der Billigflieger Ryanair weiterhin. Fast alle Ausgleichszahlungen wegen verspäteten oder ausgefallenen Flügen müssen juristisch durchgesetzt werden.

Das ist zumindest das Ergebnis einer Auswertung, die der Inkasso-Dienstleister Flightright erstellt hat: In 98 Prozent der Fälle, bei denen Flightright die Fluggastrechte von Ryanair-Passagieren in Deutschland durchsetzte, musste ein Anwalt eingeschaltet werden.

„Ryanair zählt definitiv zu den zahlungsresistentesten Airlines, mit denen wir zu tun haben“, konstatiert Jonas Swarzenski, Leiter der Rechtsabteilung bei Flightright. „Ryanair kommt praktisch keiner Zahlungsaufforderung freiwillig nach und zahlt mehrheitlich erst nach Klageerhebung.“ So lehne der Billigflieger Schadensersatzansprüche mit dem Hinweis auf technische Defekte oder außergewöhnliche Umstände ab.

Bei der Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (SÖP) will man die Pauschalkritik an Ryanair dagegen nicht gelten lassen. Die Iren traten 2013 als erste Fluggesellschaft überhaupt der SÖP bei und fallen dort nicht negativ auf, wie Geschäftsführer Heinz Klewe betont. „Unsere Erfahrungen mit Ryanair sind sehr gut.“ Die Schlichtungsempfehlungen würden von dem Low-Cost-Carrier zu weit über 90 Prozent angenommen. Die allgemeine Schlichtungsrate bei allen Airlines liege bei 91 Prozent. „Die sich beschwerenden Reisenden sind mit der Schlichtung ausgesprochen zufrieden“, so Klewe.

Also: Auch die Anrufung der Schlichtungsstelle kann helfen, Ryanair zur Zahlung zu bewegen.

Quelle: http://www.touristik-aktuell.de/index.php?id=89&tx_ttnews%5Byear%5D=2015&tx_ttnews%5Bmonth%5D=11&tx_ttnews%5Bday%5D=05&tx_ttnews%5Btt_news%5D=80359&cHash=1de033c4c399869150f616c6d94d346f

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