Qatar Airways nimmt an I-Checkit-Initiative von INTERPOL teil

Missbrauch von gestohlenen Pässen soll vorgebeugt werden

Frankfurt/Doha (12. November 2014) – Qatar Airways hat mit INTERPOL ein Abkommen getroffen, um die Sicherheit bei internationalen Reisen zu erhöhen. Die Fünf-Sterne Airline wird das I-Checkit-System der internationalen Polizeiorganisation nutzen, um Pässe von Passagieren mit gestohlenen und verlorenen Reisedokumenten abzugleichen, die in der INTERPOL-Datenbank „Stolen and Lost Travel Documents” (SLTD) erfasst sind.

Mit dieser Vereinbarung ist Qatar Airways die erste Full-Service Airline, die I-Checkit nutzt. Erste Tests der INTERPOL-Initiative haben bereits mit der Airline AirAsia stattgefunden. I-Checkit ermöglicht ausgewählten Partnern in der Reise- und Hotelbranche aber auch im Bankwesen, die Reiseinformationen ihrer Kunden mit der SLTD-Datenbank abzugleichen. Diese enthält mehr als 43 Millionen Einträge verlorener oder gestohlener Reisedokumente aus 168 Ländern.

Group Chief Executive Officer Akbar Al Baker erklärt: „Qatar Airways ist stolz, die erste internationale Full-Service Airline zu sein, die an dem I-Checkit-Programm von INTERPOL teilnimmt. Die Sicherheit unserer Passagiere nehmen wir zusätzlich zum einzigartigen Serviceerlebnis sehr ernst. Wir können das I-Checkit-Programm von INTERPOL nutzen, um unsere strengen Sicherheitsmaßnahmen noch weiter zu steigern. Dazu arbeiten wir aktiv mit der Organisation an der Umsetzung des Systems zusammen. Wir bei Qatar Airways haben es uns zur Aufgabe gemacht, branchenweit Standards zu setzen. Die Teilnahme bei I-Checkit unterstreicht dieses Versprechen.“

„Wir freuen uns, bei der Umsetzung dieser zusätzlichen Sicherheitsmaßnahme für Passagiere gewissenhaft mit Qatar Airways zusammenzuarbeiten. Sobald die Airline damit beginnt, die Nummern der Reisepässe ihrer Passagiere mit der SLTD-Datenbank von INTERPOL abzugleichen, kann jede Person an Bord der Airline sicher sein, dass zusätzliche Schritte für ihre Sicherheit unternommen worden sind“, erläutert der bisher für I-Checkit verantwortliche INTERPOL Generalsekretär Ronald K. Noble zuversichtlich. „Jahrelang haben wir darauf gewartet, dass mehr Regierungen die notwendigen Schritte unternehmen, um ihre Bürger und Besucher vor Personen zu schützen, die mit gestohlenen Reisepässen Landesgrenzen überschreiten. Jetzt ist I-Checkit zu einem wesentlichen Instrument für den privaten Bereich im globalen Kampf gegen grenzüberschreitende Kriminalität und Terrorismus geworden.“

Die INTERPOL-Leitung hebt mit dem tragischen Verschwinden des Malaysia Airlines-Flugs 370 im März 2014 die Anwesenheit von zwei Passagieren hervor, die gestohlene Pässe nutzten, um an Bord des Flugzeugs zu gelangen. Regierungsvertreter, Terrorismus-Experten, Strafverfolgungsbehörden, Medien und Bürger erkennen nun die sehr reale Gefahr, die von Reisenden mit gestohlenen Pässen ausgeht.

Aus diesem Grund begrüßt Noble die Entscheidung des Rats der Europäischen Union, der seine Mitgliedsstaaten dazu aufruft, an ihren Grenzübergängen alle Reisedokumente systematisch mit der SLTD-Datenbank von INTERPOL abzugleichen und sicherzugehen, dass sie INTERPOL umgehend alle ihre Einträge von verlorenen und gestohlenen Pässen mitteilen.

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