Ägypten: Anschläge im Nildelta und in Kairo

Bei zwei Anschlägen auf Verkehrseinrichtungen wurden am 5. November abends in Ägypten zwei Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt. Ein erster Anschlag ereignete sich am Bahnhof der Stadt Menouf im Nildelta. Dort kamen zwei Polizisten ums Leben. Bei der Detonation eines weiteren Sprengsatzes in einem U-Bahnhof in Kairo wurden fast zeitgleich drei Passagiere verletzt.

Ägypten verzeichnet seit dem Sturz von Staatspräsident Mursi im Juli 2013 und dem scharfen Vorgehen der Staatsorgane gegen die Anhänger der Muslimbrüder eine steigende Zahl von Anschlägen. Ziele dieser Anschläge waren bisher vor allem Vertreter und Einrichtungen des Militär- und Polizeiapparats, insbesondere im Norden der Sinai-Halbinsel. Anschläge gegen zivile Einrichtungen sind jedoch nicht auszuschließen.

Aktuell gilt der letztmalig am 25. Oktober aktualisierte Sicherheitshinweis des Auswärtigen Amtes. Darin warnt das Amt vor Reisen in den Norden der Sinai-Halbinsel und fordert landesweit zu erhöhter Vorsicht auf. Wörtlich schreibt das Amt (Fettsetzungen im Original):
„Landesweit ist es in den vergangenen Monaten zu terroristischen Anschlägen gekommen. Bei Reisen nach Ägypten einschließlich der Touristengebiete am Roten Meer wird generell zu Vorsicht geraten. …
Gegen Reisen zu den archäologischen Sehenswürdigkeiten im südlichen Teil des Niltals zwischen Luxor und Assuan/Abu Simbel bestehen derzeit keine Bedenken; dies gilt auch für Nilkreuzfahrten südlich von Kairo. Hingegen wird von Fahrten auf dem Landweg zwischen Kairo und Luxor abgeraten.
Das Auswärtige Amt rät außerdem von Reisen in entlegene Gebiete der Sahara eindringlich ab. Dies gilt insbesondere für die Grenzregionen zu Libyen und zum Sudan. Die ägyptischen Behörden haben die westlichen und südlichen Wüstengebiete (einschließlich der Weißen und Schwarzen Wüste) derzeit für Reisen gesperrt.
Vor Reisen in den Norden der Sinai-Halbinsel und in das Grenzgebiet zwischen Ägypten und Israel bzw. dem Gaza-Streifen wird gewarnt. Dies gilt auch für den Reiseort Taba. In diesen Regionen finden militärische Operationen statt, und es kam zu terroristischen Anschlägen. In Taba kam es am 16.02.14 zu einem Anschlag auf einen Reisebus mit koreanischen Touristen.
Von Reisen in alle anderen Regionen der Sinai-Halbinsel, die mit Überlandfahrten verbunden sind – auch mit Bussen – wird dringend abgeraten. Dies gilt auch für Transfers nach Dahab und Nuweiba sowie für Ausflüge zum Katharinenkloster. Flughafentransfers in Scharm-el-Sheik selbst sind davon nicht betroffen.
Anschlags- und Entführungsrisiken u. a. für touristische Ziele, an denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren, können nicht ausgeschlossen werden. Zudem besteht in den nordafrikanischen und den südlich an die Sahara grenzenden Ländern eine ernste Gefahr des islamistischen Terrorismus und krimineller Übergriffe. Zuletzt kam es am 19.07.2014 zu einem Anschlag auf einen Militärposten entlang der Straße zwischen den Oasen Bahariya und Farafra.“
Aktuell reisen keine Gäste von uns in Ägypten, die nächste Ägyptenreisen beginnt am 6. November.

Auf unserer Ägyptenreisen besuchen wir ausschließlich die Region um Kairo sowie das Niltal zwischen Luxor und Assuan/Abu Simbel. Zudem bieten wir Badeverlängerungen im Großraum El Gouna am Roten Meer an. Aufenthalte auf der Sinai-Halbinsel sowie in den Wüstengebieten im Grenzgebiet zum Sudan und zu Libyen bieten wir nicht an. Aus Sicherheitsgründen verzichten wir seit langem landesweit auf die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.

Wir beobachten die Entwicklung der Sicherheitslage in Ägypten sehr sorgfältig, ergreifen alle für die Sicherheit unserer Kunden erforderlichen Maßnahmen und informieren bei Bedarf erneut.

Reiseleiter und örtliche Leistungspartner sind landesweit zu erhöhter Vorsicht und zum weiträumigen Meiden von Demonstrationen und Protestversammlungen verpflichtet.

Alle Ägypten-Gäste haben unabhängig von den jüngsten Ereignissen ein Recht auf kostenlose Umbuchung ihrer Reise bis vier Wochen vor Abreise.

Quelle: Studiosus Reisen

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