ARD nimmt Unister (Fluege.de / Billigfluege.de) ins Visier Ein großer Teil der…

ARD nimmt Unister (Fluege.de / Billigfluege.de) ins Visier

Ein großer Teil der Unterlagen zum Fall Unister liegt bereits beim Landgericht Leipzig. Doch die Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft Dresden gehen weiter: Nach Recherchen des ARD-Magazins "Fakt" und der Zeitschrift Computerbild hat der Portalbetreiber offenbar jahrelang und systematisch Kunden beim Kauf von Flug-Tickets geprellt.

Laut ARD geht die Generalstaatsanwaltschaft von möglichen Ticket-Manipulationen in rund 100.000 Fällen aus. Betroffen seien Kunden, die zwischen 2008 und 2013 auf Unister-Portalen gebucht hätten. Der entstandene Schaden könnte sich auf bis zu zehn Millionen Euro belaufen.

Die Staatsanwälte begründen ihren Vorwurf damit, dass Unister mit den Web-Seiten Fluege.de und Billigfluege.de als Vermittler und nicht als Händler agiert habe. In diesem Fall müssten „die Interessen des Kunden gewahrt werden“. Zudem sei man „zivilrechtlich verpflichtet, den erzielten Differenzbetrag an den Kunden auszukehren“, zitiert die ARD den Sprecher der Dresdner Generalstaatsanwaltschaft, Wolfgang Klein.

Laut ARD wird Unister auch vorgeworfen, bei den Ticket-Buchungen 18 Airlines getäuscht zu haben. Demnach habe sich Unister für den Verkauf der Flug-Tickets als Veranstalter ausgegeben und damit günstigere Tarife erhalten. Zwar verfügt Unister mit Urlaubstours tatsächlich über einen Veranstalter. Der Einkauf von Tickets für die Flugportale muss gemäß den gängigen Airline-Verträgen jedoch getrennt erfolgen.


Video "Prellte Reisevermittler Unister seine Kunden um Millionen?" | FAKT | ARD Mediathek

Gegen Deutschlands größten Online-Reisevermittler Unister wird seit zwei Jahren ermittelt. Und zwar in größerem Maße als bisher bekannt. Es geht um Millionen. Was steckt dahinter?

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